Untenrum

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Persönliche Geschichten über Körper, Lust und Sexualität.

Intermezzo - Verhütung für Männer

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Wer nach Verhütungsmethoden für Menschen mit Penis sucht, stösst schnell an Grenzen: Viel mehr als das Kondom und die Vasektomie gibt es nicht. Für Frauen sind die Methoden hingegen zahlreich. Wie ist dieses Missverhältnis entstanden? Und was wird dagegen unternommen? Drei Menschen äussern sich in dieser Folge zum Thema:

Johannes Frey - der irgendwann entschied, die Verhütung nicht nur Sache seiner Freundin sein zu lassen.

Fabian Hennig - Doktorand des DFG-Graduiertenkollegs 'Life Sciences - Life Writing: Experiences at the Boundaries of Human Life between Biomedical Explanation and Lived Experience' am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der zur Geschichte von Verhütungsmethoden forscht.

Martha Krüger - Fachfrau für sexuelle Gesundheit und Beraterin für die symptothermale Methode am Spitalzentrum in Biel. Die immer mehr Klienten hat, die sagen: Ich will bei der Verhütung mitreden.

Diese Folge ist eine Kooperation mit der Sexuellen Gesundheit Schweiz anlässlich des Weltverhütungstages.

Jannik, 34

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Jannik war ein paarmal sehr verliebt und stürzte sich in Beziehungen hinein – was seinen Partnerinnen oft zu viel wurde. Wenn er verlassen wurde, hatte er starken Liebeskummer. Er glaubt, diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass es ihm heute noch schwerfällt, über seine Gefühle zu reden. Später war er zehn Jahre lang mit einer Frau zusammen. In der Sexualität wurde es zusehends schwieriger, Jannik zog sich immer mehr zurück. Er dachte, er dürfe sich nicht verletzlich zeigen und redete selten über seine Gefühle. In den letzten zwei Jahren hat er gelernt, seine Gefühle nicht mehr wegzusperren. Kürzlich hat er seinen Eltern eine Liste mit Fragen vorgelegt: Wie war ihre Beziehung? Wie sind sie damals mit Konflikten umgegangen? Was davon färbte auf ihn ab?

Thomas, 31

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Thomas traute sich lange nicht, Frauen anzusprechen. Als er dann anfing, Sex zu haben, fiel es ihm oft schwer, zu kommen. Er merkte, dass es mit seinem Pornokonsum zusammenhing: Ohne Pornofilme konnte er nicht. Also schraubte er seinen Konsum radikal runter. Heute hat er Audiopornos für sich entdeckt.

Mit seinen weiteren Freundinnen musste Thomas lernen, sich nicht jedes Mal von Anfang an komplett hineinzusteigern. Heute hat er gelernt, seine Unsicherheiten als Teil von sich zu akzeptieren.

Auke, 50

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Auke hat als Jugendlicher lange mit anderen Jungs rumexperimentiert. Mit der Zeit wechselten alle auf Frauen, nur Auke nicht. Er wusste früh: Das ist nichts für ihn. Heute hat er eine Partnerin, die eine Transition hinter sich hat. Das ist schwierig: Er liebt sie noch, aber fühlt sich nicht mehr zu ihr hingezogen.

Imre, 29

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Imre hat nie in die Boy's Club seiner Schule gepasst. Imre mochte keinen Fussball, wollte keine Sprüche klopfen, war nicht interessiert an ihren Themen. Als Jugendlicher hatte Imre Fantasien vom Verschwinden, Imre entsprach überhaupt nicht dem Körperbild eines jungen Mannes. Heute lebt Imre vorwiegend polyamor und Imres Libido ist absolut verbunden mit den primären Partnerschaften. Als männlich gelesen polyamor zu leben findet Imre schwierig, weil es mit einem Macho-Stempel einher geht. Imre bezeichnet sich als hyper- und demisexuell, was Imre nicht als Gegensatz empfindet.

Stefan, 31

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Stefan war als Kind eher zurückgezogen. Erst mit seinem Umzug nach Zürich änderte sich das - auch punkto Sexualität.

Ben, 25

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Ben wurde ab seiner Geburt aufgrund äusserer Merkmale für ein Mädchen gehalten. Als Jugendlicher outete er sich als lesbisch, was in der streng religiösen Gemeinschaft, in der er aufgewachsen ist, nicht gut ankam. Trotz Outing merkte Ben schnell: Lesbisch – das stimmte für ihn irgendwie auch nicht. Er las sich in das Thema Trans ein und merkte, dass eine Transition der Weg war, den er gehen wollte. Es war die beste Entscheidung seines Lebens.

Adrian, 59

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Adrian fand es nie einfach, Frauen anzusprechen. Er besuchte immer wieder Prostituierte, was ihn bis heute beschämt. Später heiratete er und hatte zwei Kinder, was den Sex in der Beziehung veränderte. Adrian fühlte sich allein in der Ehe. Nach der Trennung suchte er erneut nach der grossen Liebe.

Über diesen Podcast

Persönliche Geschichten über Körper, Lust und Sexualität.

von und mit Naomi Gregoris und Nik von Frankenberg

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